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16. Januar 2026

Bremgarten: Grosse Resonanz auf Ergebnisveranstaltung zur Umfrage 65+

Bei schönem Winterwetter folgten am 15. Januar 2026 über 70 Seniorinnen und Senioren der Einladung zur Ergebnisveranstaltung der Umfrage 65+ «Wie altersfreundlich ist meine Gemeinde?».

Im Gemeindezentrum Bremgarten wurden die Resultate der im Sommer 2025 durchgeführten Befragung vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Insgesamt wurden in Bremgarten 1’157 Fragebogen versandt, 448 kamen ausgefüllt zurück. Das ist eine erfreuliche Rücklaufquote von 38,6 Prozent.

Die Anwesenden wurden von Gemeindepräsident Andreas Schwab und von Thomas Stadler, Gemeinderat und Präsident der Fachkommission Alter Bremgarten (FABre) begrüsst. Hervorgehoben wurde die Bedeutung der Umfrage für die zukünftige Altersarbeit. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Aktualisierung des Altersleitbildes, sowohl auf regionaler Ebene als auch für die Gemeinde Bremgarten. Die letzte vergleichbare Umfrage in Bremgarten liegt rund zehn Jahre zurück.

Die detaillierte Präsentation der Resultate übernahm Udo Allgaier, Leiter der Regionalen Fachstelle Alter. Auffällig war der hohe Anteil an Rückmeldungen von Personen, die im Wohneigentum und in einer Partnerschaften leben. Die allgemeine Zufriedenheit ist sehr hoch: 98 Prozent der Teilnehmenden gaben an, mit ihrem Alltag zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Auch das Sicherheitsgefühl in der Gemeinde sowie die wahrgenommene Hilfsbereitschaft (88 Prozent «ja» oder «eher ja») wurden positiv bewertet. 

Rund 90 Prozent fühlen sich ihrem Alter entsprechend gesund. Die Rückmeldungen zeigen auch, dass es genügend Begegnungsorte in Bremgarten gibt. 88 Prozent sehen solche Orte als wichtige Treffpunkte. Gleichzeitig wurden Wünsche nach zusätzlichen Freizeit- und Bewegungsangeboten genannt, etwa Fitness- oder Gymnastikangebote sowie mehr generationenübergreifende Kontakte.

Deutlich zeigte sich jedoch auch Handlungsbedarf. Zwei Themen standen klar im Vordergrund: Wohnen und ärztliche Versorgung. Viele ältere Menschen wären grundsätzlich bereit, vom Haus in eine Wohnung zu wechseln, finden jedoch kaum passende, bezahlbare kleinere Wohnungen. Viele sehen zudem die medizinische Grundversorgung als eher kritisch. 61 Prozent nannten den Mangel an Hausärztinnen und Hausärzten als zentrales Problem, auch eine Apotheke vor Ort wurde häufig gewünscht. Der Gemeinderat ist angesprochen, hier mögliche Lösungen zu prüfen.

Im Bereich Mobilität sind viele zufrieden, dennoch wurden konkrete Schwachstellen angesprochen: Ungenügende ÖV-Verbindungen (Buslinie 33), fehlende oder unpraktische Haltestellen sowie Verbesserungsbedarf bei Beleuchtung und hindernisfreien Zugängen. Auch das Thema Verkehrssicherheit wie nicht eingehaltene Tempolimiten und rücksichtsloses Verhalten von Velos, Töffs und Trottinetts kam zur Sprache. Gewünscht wurden zudem mehr Sitzbänke an verschiedenen Standorten und eine attraktivere Gestaltung einzelner Strassenräume.

In der anschliessenden Fragerunde, moderiert von Dominique Holzer, wurden konkrete Projekte wie der Chutzen- oder Kalchackerhof angesprochen, ebenso Fragen zur Rolle von Investoren bei Bauvorhaben, zu möglichen Alterswohnungen und zu einem Ärzte- oder Gesundheitszentrum. Dabei wurde deutlich, dass viele Entwicklungen von privaten Eigentumsverhältnissen abhängen und der Handlungsspielraum der Gemeinde begrenzt ist. 

Die Resultate fliessen in die Überarbeitung des regionalen Alterskonzepts sowie des Altersleitbild von Bremgarten ein. Ziel ist es, daraus konkrete Massnahmen abzuleiten.

Beim anschliessenden Kaffee und Kuchen nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Gleichzeitig wurde auf bestehende Angebote wie den Mittagstisch, den Mahlzeitendienst, Fahrdienste sowie Rollstuhl-Transporte hingewiesen. Angebote, die wesentlich dazu beitragen, dass sich ältere Menschen in Bremgarten gut aufgehoben fühlen.

Gruppenfoto Mitglieder der Fachkommission Alter Bremgarten (FABre): Stadler Thomas, Allgaier Udo, Holzer Dominique, Jud Antonia, Klopfenstein Marc, Lerch Katharina, Stäldi Brigitte, Saliba Benjamin

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